Zum zweiten Mal fanden in Österreich die Rescue Days statt, die Premiere ging bereits letztes Jahr in Amstetten auf dem Schrottplatz der Firma Müller Guttenbrunn über die Bühne. Nach über einem Jahr Vorbereitungszeit durch das Rescue Day Team Austria war es am ersten September Wochenende wieder soweit. Über 100 Feuerwehrmänner und Frauen aus Niederösterreich wurden von Spezialisten der Firma Weber Hydraulik aus Deutschland und Österreich zwei Tage lang auf Spezialsituationen ausgebildet. Die Technik Profis von der Feuerwehr trainierten verschiedene Einsatzszenarien nach Verkehrsunfällen.
Die spektakulärste Station war Pkw auf Barriere, aus etwa 12m Höhe wurde das Fahrzeug auf eine Betonmittelleitschiene geworfen, dieser nachgestellte Unfall simulierte einen Aufprall von nur 50km/h. Das Auto war total verformt und die Rettung der verletzten Insassen war eine große Herausforderung, so einer der Kursteilnehmer.
Auf dem KFZ Sektor werden immer wieder neue Fahrzeuge geboren und stellen ständig eine Herausforderung an die Einsatzkräfte.
Verbundwerkstoffe die man nicht mehr auf herkömmlichen Wege trennen kann; Kunststoffe im Fahrzeugbau, Insassenschutz (Airbag, Überrollbügel, Gurtstraffer,...),
Hybridfahrzeuge, Elektroautos, Gasbetriebene KFZ sind für die Feuerwehren immer wieder eine Herausforderung!
Station 1: Bei einer Station wurden PKW aus etwa 12m Höhe auf eine Betonmittelleitschiene geworfen, dieser nachgestellte Unfall simulierte einen Aufprall von nur 50km/h.
Station 2: Pkw unter Pflug, diese Situation passiert häufig auf Österreichs Straßen, ein Pflug bohrte sich in den Innenraum des Pkw und die Person wurde eingeklemmt, hier ist es besonders wichtig das Fahrzeug zu stabilisieren.
Station 3: Seitenaufprall, ein Pkw prallte gegen einen Baum oder Betonleitschiene
Station 4: Pkw in Seitenlage, nach einem schweren Unfall überschlug sich das Fahrzeug mehrmals und blieb in der Seitenlage liegen.
Station 5: Pkw-Dachlage, nach mehreren Überschlägen landete das Fahrzeug völlig deformiert am Dach.
Station 6: Autobus, hier wurde die Menschenrettung aus einem verunfallten Autobus durchgeführt.
Station 7: Menschenrettung aus LKW mit einer Rettungsplattform, immer wieder kommt es auf Niederösterreichs Straßen zu schweren LKW Auffahrunfällen, hier ist der gezielte Umgang mit der Rettungsplattform besonders wichtig.
Station 8: Neue Fahrzeugtechnologien, Hybridfahrzeuge und neue Technologien in punkto Sicherheit stellen die Einsatzkräfte immer wieder vor neue Herausforderungen, bei dieser Station wurden alle wesentlichen Technologien besichtigt und besprochen.
Die Feuerwehren Amstetten, Haag, Blindenmarkt, St. Valentin, Euratsfeld, die Feuerwehrstreife, das Rotes Kreuz Amstetten sowie die Polizei Amstetten waren maßgeblich an der erfolgreichen Durchführung beteiligt.
Soviel wurde an den beiden Tagen an Übungsmaterial und Nahrung verbraucht:
60 PKW, 2 Autobusse, 4 LKW Fahrerkabinen, 2.500 alkoholfreie Getränke, 700 Wurstsemmel, 200 Hendel, 100 Liter Gulasch und 500 Kaffee.
Die 6 Teilnehmer der FF Aschbach bedanken sich für die ausgezeichnete Organisation und bei den Mitarbeitern der Firma Weger Hydraulik für die gute Ausbildung.
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